1'663
Werke gesamt
267
Mit offizieller Kategorie verknüpft
441
Mit dokumentiertem Ereignis 1933-1945
181
Weitere Kandidaten (manuell zu prüfen)
315
Mit Beschlagnahme «Entartete Kunst» 1937/38
Abgleich
Kreuzabgleich mit den offiziellen Fallkategorien
Die Claims Conference/WJRO stellt selbst fest, dass "eine organisierte, online zugängliche Übersicht aller Werke des Gurlitt-Bestands nach wie vor fehlt". Dieser Abgleich verknüpft erstmals die 647 von der Claims Conference offiziell kategorisierten Fälle (basierend auf den Abschlussberichten des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste) mit den entsprechenden Werken in der eigenen Datenbank des Kunstmuseum Bern.
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Werke mit verknüpfter offizieller Kategorie
2/4 · 249/615 · 16/28
Zugeordnet je Kategorie: Rot · Gelb · Grün (von allen Fällen der jeweiligen Claims-Conference-Liste)
181
Künstler:in bestätigt, Titel nicht eindeutig - Kandidatenliste unten
Wichtig zur Lesart der Zahlen Die Claims-Conference-Liste enthält insgesamt vier «rote» Fälle (erwiesene oder höchstwahrscheinliche NS-Raubkunst). Zwei davon liessen sich hier eindeutig einem Werk der Bern-Datenbank zuordnen, die beiden übrigen nicht; sie stehen in der Kandidatenliste weiter unten. Die Zahl «2» zählt ausschliesslich, wie viele Fälle dieser automatisierte Abgleich eindeutig zuordnen konnte – nicht, wie viele Werke des Gurlitt-Bestands als NS-Raubkunst gelten. Massgeblich sind allein die verlinkten Fallberichte des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste.
Hinweis der Claims Conference Die Claims Conference weist in ihrer eigenen Analyse darauf hin, dass ein Teil der als "gelb" eingestuften Fälle zusätzliche Verdachtsmomente aufweist (u. a. Nennung bekannter NS-Kunstagenten) und eine erneute Prüfung nahelegt. Sie schlägt eine Zwischenkategorie "orange" für Fälle mit zahlreichen Verdachtsmomenten vor, darunter Fälle mit bereits eingereichten Ansprüchen. Diese Einschätzung stammt von der Claims Conference selbst - vollständige Analyse hier.
Methodik: 647 Fälle aus den Claims-Conference-Listen wurden automatisiert per Künstlername und Werktitel mit der Bern-Datenbank abgeglichen. 267 Treffer (267 eindeutige Werke), 20 mehrdeutige Fälle (z. B. zwei Bern-Objekte mit identischem Titel), 360 ohne Treffer - davon 181 mit bestätigtem Künstlernamen, aber ohne eindeutigen Titelabgleich (Kandidatenliste). Jeder Treffer wurde stichprobenartig, nicht vollständig manuell verifiziert.
Als zweite, von den Claims-Conference-Kategorien unabhängige Provenienzlinie ist zusätzlich erfasst, ob ein Werk laut dem publizierten Text durch die Beschlagnahme «Entartete Kunst» 1937/38 aus einem deutschen öffentlichen Museum stammt – erkennbar an EK-Nr. oder der Einziehung durch das Deutsche Reich in der Provenienzkette. Das betrifft 315 der 1'663 Werke. Mit den oben verknüpften Claims-Conference-Fällen überschneidet sich diese Gruppe kaum: von den 267 verknüpften Werken ist nur 1 auch als Museumsbeschlagnahme erfasst. Raubkunst aus dem Besitz verfolgter Privatsammler:innen und staatliche Beschlagnahme aus öffentlichen Museen sind historisch unterschiedliche Vorgänge, und die beiden Kategorien betreffen entsprechend grösstenteils unterschiedliche Werke.
Analyse
Dokumentationsabdeckung 1933-1945
Wie viele Werke haben eine durchgehend dokumentierte Besitzgeschichte, und bei wie vielen lässt sich anhand konkreter Datierungen in der Provenienzkette ein Ereignis in die Zeit 1933-1945 einordnen? Bewertet werden keine einzelnen Werke: Gemessen wird allein, wie vollständig die vom Kunstmuseum Bern publizierte Dokumentation für die Gesamtsammlung ist.
Methodik: Für jedes Werk wird geprüft, ob die Provenienzkette eine explizite, vom Kunstmuseum Bern markierte Dokumentationslücke ("[...]") enthält. Werke ohne jede Lücke gelten als durchgehend dokumentiert. Bei Werken mit Lücke wird geprüft, ob irgendeine datierte Kettenposition konkret in die Jahre 1933-1945 fällt oder diese Spanne durchgehend abdeckt. Diese Frage wurde bewusst so gestellt, da die häufigste Kettenstruktur ("Künstler:in, Abgang undatiert" -> Lücke -> "undatiert bis 1956 Hildebrand Gurlitt") eine Lücke ohne festen Anfang oder Ende ergibt, bei der sich eine Überschneidung mit 1933-1945 grundsätzlich nicht sicher bestimmen lässt.
Übersicht
Werke nach Gattung
Verteilung der 1'663 Werke nach Werkgattung, wie vom Kunstmuseum Bern klassifiziert.
Archiv
Provenienz - Werkansicht
Vollständige, unveränderte Provenienztexte des Kunstmuseum Bern für alle 1'663 Werke. Eine fehlende Kategorie-Markierung bedeutet nicht "unbedenklich": Für diese Werke liegt schlicht kein extern dokumentierter Abgleich vor.

Werk aus der Liste auswählen

Für manuelle Prüfung
Kandidatenliste: Künstler:in bestätigt, Titel unklar
181 Fälle aus den Claims-Conference-Listen, bei denen der Künstlername eindeutig einem oder mehreren Werken der Bern-Datenbank zugeordnet werden konnte, der Werktitel jedoch nicht eindeutig genug übereinstimmte, um automatisch verknüpft zu werden. Diese Liste ersetzt keine manuelle Prüfung, sondern soll sie erleichtern.
Marktnetzwerk
Kunsthändler:innen, Galerien und Auktionshäuser im Gurlitt-Bestand
Institutionelle Marktakteure, die in den publizierten Provenienzketten namentlich erscheinen, mit den ihnen zugeordneten Städten. Erfasst sind Kunsthändler:innen, Kunsthandlungen, Auktionshäuser und Vermittler:innen; private Sammler:innen, Museen und staatliche Akteure sind hier nicht abgebildet – Letztere sind oben unter «Beschlagnahme 1937/38» separat ausgewiesen.
Methodik: Aus den publizierten Provenienzketten wurden Akteure mit den Rollenbezeichnungen «Kunsthändler:in», «Kunsthandel», «Auktion» oder «Vermittler:in» extrahiert. Hildebrand, Helene und Cornelius Gurlitt selbst sind ausgeschlossen, da sie in praktisch jeder Kette erscheinen. 84 Akteure mit insgesamt 364 Nennungen wurden gefunden; 347 davon liessen sich einer im Text genannten Stadt zuordnen (79 Akteur-Stadt-Kombinationen). Für 17 Nennungen bei 11 Akteuren – darunter Joseph Hessel, Paul Rosenberg und Paul Wallraf – ist im publizierten Text keine Stadt angegeben; sie erscheinen deshalb nicht auf der Karte.
Hinweis zur Datengrundlage und Methodik Diese Seite präsentiert ausschliesslich bereits publizierte Daten zweier unabhängiger Quellen und führt keine eigene Provenienzforschung durch: